Sei der Wandel, den du dir wünschst.

Jeden Tag begegne ich Frauen, die sich nach Veränderung sehnen. Und natürlich – sie sind nicht allein. Wir alle erreichen Momente im Leben, in denen wir uns nach etwas anderem sehnen. Aber hier ist die Wahrheit: Wenn wir Veränderung wollen, müssen wir selbst die Veränderung sein. Das Leben passiert nicht uns – es passiert durch uns.

In meinem letzten Blog schrieb ich darüber, wie sehr ich mir ein Kind wünschte. Dieses Bild hilft gut zu verstehen, wie das Leben durch uns fließt. Wenn wir ein Kind wollen, müssen wir zuerst den Samen säen. Ein Baby wird uns nicht einfach überreicht – es wächst in uns, geformt durch Zeit, Fürsorge und Hingabe. Und wie jeder Same trägt auch er eine einzigartige DNA – seine Zukunft liegt bereits in der ursprünglichen Absicht.

So ist es mit jedem Wunsch.

Ich denke zurück an die Zeit, als ich die spirituelle Bewegung verließ, in der ich aufgewachsen war. Ich war sehr jung verheiratet worden – durch die Autoritäten der Gemeinschaft. Mein ganzes Leben – Familie, Freunde, Glaubenssystem – war in dieser Struktur verwoben. Ich hatte keine formale Ausbildung, war finanziell kaum unabhängig, und mein kleiner Sohn brauchte mich. Man sagte mir, ich könne nichts. Und ich glaubte es. Ich dachte, Veränderung sei unmöglich.

Neville Goddard sagte einmal, er habe das Wort unmöglich aus seinem Wörterbuch gestrichen. Ich kannte Neville damals noch nicht – aber ich hatte etwas gefunden, das genauso kraftvoll war: den Wunsch. Ich wusste nicht, wie ich draußen überleben sollte, aber ich wusste, dass ich nicht bleiben konnte.

Alles hinter mir zu lassen fühlte sich an, als würde ich mich in einen Fluss stürzen, ohne Ufer in Sicht. Die Strömung war stark. Ich hatte Angst. Und doch – irgendwo in mir flüsterte eine Stimme: „Geh weiter. Da wartet noch mehr.“

Ohne wirklichen Plan landete ich oft in Situationen, in denen andere meine Verletzlichkeit ausnutzten. Ich verwechselte Freundlichkeit mit Anerkennung. Ich stellte die Bedürfnisse anderer über meine eigenen. Ich hielt Überleben für Liebe. Mein innerer Kompass war unter Schichten aus Schuld, Gehorsam und Scham verborgen.

Aber er war immer noch da.

Die Jahre seither haben mich mehr gelehrt, als ich in einem Blog fassen kann. Aber das Wichtigste, das ich erkannt habe, ist: Du kannst dein Leben verändern. Egal, wo du beginnst. Egal, wie festgefahren es scheint. Du musst nur die Verantwortung dafür übernehmen, wie du dein Leben wahrnimmst – dort liegt deine Kraft.

Manchmal sagen Menschen zu mir: „Deine Situation war anders als meine.“ Vielleicht. Aber wie jemand einmal sagte: „Jeder Mensch erlebt seine eigene Hölle als die schlimmste.“ Wenn das wahr ist – dann bedeutet es auch, dass jede*r das größte Maß an Hoffnung in sich tragen kann.

Du darfst dich fragen:

  • Sehe ich mein Leben als etwas, das sich niemals ändern wird – oder spüre ich bereits die ersten Bewegungen?

  • Investiere ich meine Energie in das, was schiefläuft – oder beginne ich, mir vorzustellen, was gut werden könnte?

  • Bin ich bereit, einen Schritt ins Unbekannte zu wagen?

Lange Zeit war ich es nicht.

Und viele glauben, ich sei immer schon so stark oder friedlich gewesen. Die Wahrheit? Ich war von Anfang an eine Kämpferin. Ich glaube, dieser Geist war immer in mir – sogar vor meiner Geburt. Meine Mutter erzählte mir, dass sie fast eine Abtreibung vorgenommen hätte, aber etwas hielt sie davon ab. Sie sagte, sie habe meinen Lebenswillen gespürt. Und dieser gleiche Geist trug mich durch die dunkelsten Tunnel meines Lebens.

Ja, ich hatte Angst. Ja, ich war ein Opfer. Aber ich bin auch aufgewacht. Und ich habe gelernt: Der Verstand liebt das vertraute Leid oft mehr als das Risiko der Freiheit.

Was mir am meisten geholfen hat, war, meine Gedanken zu hinterfragen. Die vier Fragen von Byron Katie wurden zu einem Leuchtturm im Sturm:

  1. Ist das wahr?

  2. Kann ich mit absoluter Sicherheit wissen, dass es wahr ist?

  3. Wie reagiere ich, wenn ich diesen Gedanken glaube?

  4. Wer wäre ich ohne diesen Gedanken?

Diese Fragen halfen mir, die wilden Pferde in meinem Kopf zu zähmen.

Wenn du das hier liest und dich gerade festgefahren, ängstlich oder erschöpft fühlst von deinen eigenen kreisenden Gedanken – dann möchte ich dir sagen: Du bist der Mensch, der den Samen sät. Und das Leben, das daraus wächst, wartet bereits in dir. Aber nur du kannst es nähren.

Warte nicht darauf, dass dir das Leben Veränderung bringt. Sei du selbst die Veränderung.